Gefangenendilemma


Mogombo und Schlomo (vgl. Der Raschelmondeffekt) haben ein geniales neues System entwickelt, um die Wertigkeit einer (oder ihrer) Freundschaft realistisch einzuschätzen. Einer von ihnen überweist dem anderen einen gewissen Betrag. Anschließend überweist der andere den doppelten Betrag zurück. So geht es einige Male hin und her. Genau bis zu dem Zeitpunkt bis einer der beiden sagt: „So viel soll ich jetzt überweisen? Das behalte ich lieber selbst. So viel ist mir die Freundschaft dann doch nicht wert.“
Das ganze basiert auf Wertschätzung und Vertrauen. Anfangs ist man sich noch sicher, dass der andere mitmacht und man sein Geld zurückbekommt. Aber je höher der Betrag wird, desto schwieriger werden die Fragen: ‚Ist das die Freundschaft wert? Bin ich dem anderen so viel wert? Sollte ich nicht lieber aussteigen? Soll das Geld einfach kassieren?‘
Die Situation ist dem Gefangenen-Dilemma ähnlich. Sehr interessant.
Ich glaube, das Beste ist es, ein solches Spiel gar nicht erst zu beginnen. Dann gibt es auch keine Tränen.
Eigentlich stammt die Idee von Radbot. Der ist allerdings im Gegensatz zu Schlomo und Mogombo kein Scam-$-Millionär. Man sagt, dass er in einem klassischen ‚Lohn-und-Brot‘-Verhältnis steht. Er fährt nicht einmal einen Tesla. Komisch. Als Radbot Tesla zu fahren, würde sich allerdings widersprechen. Das wäre auch ein Dilemma.

Hannes Wader – Ade zur guten Nacht

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