Heitere Gelassenheit


‚Im Prinzip geht es darum den Herausforderungen des Lebens mit einer ruhigen, gelassenen Distanz zu begegnen‘, denkt sich Schlomo, als er zum zweiten Mal hintereinander einen löchrigen Socken aus dem Schrank holt.
Er denkt sich ‚Hui, da schauen die Kartoffeln raus‘ und schmunzelt. Noch vor eineinhalb Jahren hätte er einen Wutanfall gehabt. Und sich gefragt ‚Warum sowas schon wieder?‘, ‚Typisch Ich‘ und ‚Ich bin einfach das Letzte‘. Schlomo hat im letzten Jahr sehr an sich und seiner psychischen Gesundheit gearbeitet.
Die Schriften von Mark Aurel und Seneca haben bei ihm zu wichtigen Erkenntnissen geführt. Er ist jetzt wesentlich ausgeglichener. Während der dramatischen Ereignisse um den Raschelmondeffekt hatte seine psychische Stabilität sehr gelitten.
Das war geschehen: „Schlomo entdeckte Moshe Zylbersztajn in der geheimen Krypta des Choral-Tempels. Als er ihn fand, war er gerade dabei das gefundene Papyrus in einem Haufen Matsch zu versenken. Braune Schlacke. Moshe hatte das Wort Shem sowie den Namen Gottes auf dem gefundenen Papyrus entdeckt und wollte, der Legende folgend, den Golem zum Leben erwecken, indem er einer Lehmfigur das Pergament in den Mund legte. Moshe hatte allerdings zu viel Wasser beim Anmischen des Lehms verwendet.“
Seltsam, aber so steht es geschrieben.


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